Schüler der Christiane-Herzog-Schule
18.05.17 16:08 Alter: 97 days
Kategorie: Top News, Newsvorschau, Heinrich-Haus Pressemitteilungen
18.05.17

AFZ verabschiedet 30 Teilnehmer nach erfolgreicher beruflicher Bildung

Über 30 Teilnehmer ehrte das Berufliche Assessment- und Förderzentrum (AFZ) für den erfolgreichen Abschluss ihrer beruflichen Bildung und würdigte sie für die erreichten Ziele und erworbenen Qualifikationen.


Gruppenfoto AFZ verabschiedet 30 Teilnehmer nach erfolgreicher beruflicher Bildung

In einer Feierstunde begrüßten die berufspädagogischen Mitarbeiter und die Leiter des AFZ, Janet Leclerc und Peter Heumann, die Teilnehmer in der Cafeteria „Heinrichs“. Dabei würdigte Heumann in einer kurzen Ansprache die besonderen Leistungen der Teilnehmer, die im Eingangsverfahren und im Berufsbildungsbereich viele Tätigkeiten erprobt haben, Potenziale, Stärken, motorische Fähigkeiten und nicht zuletzt auch Interessen herausgefunden haben, um sich dann dem eigentlichen Ziel zu widmen: für jeden Einzelnen den am besten geeigneten Arbeitsplatz zu finden.

 

„Leider gibt es immer noch viele Menschen, die denken, dass man in der Werkstatt gar nicht viel lernt und auch keinen richtigen Beruf hat“, sagte Heumann. Dass diese Denkweise falsch ist, dafür seien die Teilnehmer einmal mehr der Beweis, denn diese hätten im Rahmen der beruflichen Bildung und der Projekttage im AFZ viele Fähigkeiten, Kompetenzen und natürlich auch Wissen erworben. Welche Tätigkeiten und Lerninhalte das im Einzelnen waren, stand in dem Zeugnis, das die Teilnehmer samt einem Erinnerungsgeschenk von ihrem jeweiligen Berufspädagogen überreicht bekamen. Zudem erhielten sie das offizielle Abschlusszertifikat mit Unterschrift und Siegel der Agentur für Arbeit, vom Landesamt für Soziales, Jugend und Versorgung in Rheinland-Pfalz und natürlich vom Heinrich-Haus.

 

Erfolgreiche Qualifikation für vielfältige Arbeitsplätze

 

Auf diese Ergebnisse können alle richtig stolz sein. Nicht zuletzt, weil gemeinsam das Ziel erreicht wurde, für jeden Teilnehmer einen Arbeitsplatz zu finden, der für ihn am besten geeignet ist und bei dem er gern tätig ist. Die meisten sind in den verschiedensten Arbeitsbereichen des Heinrich-Hauses tätig, von der Hauswirtschaft über Bürotätigkeiten, Montage und Verpackung, Datenarchivierung bis hin zu Tätigkeiten im Metallbereich oder in der Gärtnerei.

 

Maximilian Gubisch hat seinen Arbeitsplatz im Rahmen einer Fördergruppe gefunden, hier ist er mit einfachen Verpackungs- und Sortierarbeiten für die Firma Niedax betraut. Er kennt das Heinrich-Haus schon lange, denn er besuchte die Christiane-Herzog-Schule in Engers. Der 20-Jährige sitzt im Rollstuhl und hat nun mit Unterstützung des AFZ seinen Arbeitsplatz gefunden: Basierend auf der Diagnostik und den Erprobungen kristallisierte sich der förderorientierte Arbeitsbereich heraus, in dem sich der lebensfrohe Max wohlfühlt und jeden Tag gerne zur Arbeit fährt.

 

Auch Awet Neguse gehört zu den Teilnehmern, die gerade verabschiedet wurden. Schon in der Schulzeit hatte er Interesse am Werkstoff Holz, was sich bei der Diagnostik und den Erprobungen im Eingangsverfahren und im Berufsbildungsbereich bestätigt hat. Der heute 22-Jährige muss mehrmals wöchentlich an die Dialyse, was einen Arbeitsalltag natürlich entsprechend bestimmt und genau geplant sein will. Das AFZ organisierte nach der diagnostischen Phase im Eingangsverfahren mehrere Erprobungen in verschiedenen Tätigkeitsbereichen und begleitete ihn regelmäßig. Dabei wurde deutlich, dass er sehr gut Dinge aus unterschiedlichen Materialien zusammenbauen und selbst mit Millimeter kleinen Dingen gut umgehen kann. Sein Wunsch, mit Holz zu arbeiten, festigte sich, sodass er im Holzzentrum mit der Montage von Holz- und Metallregalen begann und an den Projekttagen die theoretischen Inhalte erlernte. Den Schritt ins Arbeitsleben geht er jetzt im Holzzentrum des Heinrich-Hauses, wo er insbesondere Montagetätigkeiten ausübt.

 

Bei Kaffee und Kuchen gab es nach der Zeugnisübergabe noch jede Menge Gesprächsstoff und es wurden viele Anekdoten aus der Zeit im Berufsbildungsbereich ausgetauscht. Eine Teilnehmerin wunderte sich beim Abschied, wie schnell die Zeit vergangen ist. Nach der Schulzeit habe sie gedacht, dass zwei Jahre Berufsbildungsbereich eine Ewigkeit seien, aber in Wirklichkeit sei die Zeit wie im Fluge vergangen.