Kategorie: Heinrich-Haus Pressemitteilungen
Scheckübergabe im BBW
Schüler der Berufsbildenden Schule unterstützen Schulprojekt in Nord-Pakistan mit 800 Euro.
Heimbach-Weis. Ein Scheck in Höhe von 800 Euro wurde am Freitag von den Schülern der Berufsbildenden Schule des Berufsbildungswerkes an Frau Monika Schneid zur Unterstüt-zung der Monika Girls High School im Bagrot-Tal in Pakistan übergeben.
Frau Monika Schneid ist Ethnologin und beim Raphaels-Werk e. V. in Hamburg, einem Fachverband des Deutschen Caritasverbandes, als Abteilungsleiterin tätig. Während eines Forschungsarbeit gründete Sie 1992 eigeninitiativ die Mädchenschule in Pakistan. Die in-zwischen staatlich anerkannte Schule im Bagrot-Tal in Pakistan bildet fast 400 Mädchen der Primär- und Unterstufenklassen aus. Mit dem Erlös des diesjährigen Sommerfestes der Be-rufsbildenden Schule in Heimbach-Weis soll die Monika Girls High-School finanziell unter-stützt werden. „Die Klasse VW09 der Verwaltungsfachangestellten hat sich in besonderer Weise für die Unterstützung des Schulprojektes engagiert. Das Sommerfest wurde so zu einem vollen Erfolg“ so der stellvertretende Schulleiter Thomas Braun.
Der Schulbesuch in Pakistan hat für die jungen Frauen einen sehr hohen Stellenwert, denn nur so haben sie die Möglichkeit einen Beruf zu ergreifen und selbstbewusster am gesell-schaftlichen Leben teilzunehmen. Nach Abschluss ihrer Schulausbildung engagieren sie sich für die Gemeinschaft, beispielsweise auf dem Gebiet der Gesundheitsfürsorge oder Lehre-rinnen. Einige tragen mit ihrer Erwerbstätigkeit maßgeblich zu einem regelmäßigen Fami-lieneinkommen bei. Schritt für Schritt lässt sich ein Wandel in Hygiene, Ernährung und Säug-lingspflege beobachten, verbunden mit einer größeren Selbständigkeit der jungen Frauen. Die Schülerinnen heiraten später, meist erst nach ihrem Schulabschluss, d.h. im Alter von 18-20 Jahren. Anders als vor 15 Jahren sind Mädchen aus Bagrot heute wieder interessante Heiratspartnerinnen für die einheimischen jungen Männer.
Die Zahl der Schülerinnen der Monika Girls High School ist in den letzten Jahren steig gewachsen und der Schulbetrieb wird überwiegend aus Spenden finanziert. Monatlich müssen für 14 Lehrkräfte rund 800 Euro aufgewendet werden. Die finanziellen Hilfen aus Deutschland helfen, den Schülerinnen das Schulgeld zahlen. Das ist sehr wichtig für die Mädchen, denn nur so bekommen alle eine Chance die Schule zu besuchen. Die Eltern tragen ihren Teil dazu bei, indem sie für ihre Töchter die notwendigen Schulbücher, Stifte, Schultaschen und Schulkleidung kaufen und zum Teil auf ihre Mithilfe im Haushalt und in der Landwirtschaft verzichten.
Was Frau Schneid besonders erfreut ist die Ansteckungswirkung, denn mittlerweile gibt es eine staatliche Mittelschule für Mädchen im größten Dorf des Tals, in Farfui, welche auf Drängen der Bevölkerung eingerichtet wurde und noch weitere Grundschulen in den kleine-ren Dörfern sind entstanden.





